Was haben die von der Wir eigentlich vor? Wo setzen die ihre Prioritäten? Passen die Ideen zu meinen Vorstellungen von einer guten Politik für Brüggen? Wir lassen unsere Vorschläge gerne mit denen der anderen Parteien und Wählergemeinschaften vergleichen.
Bauen
Baugebiet mit dem Schwerpunkt ‚kleine Wohnungen‘
Zwischen der Kaldenkirchener Straße und der B221 in Bracht befindet sich eine große Reservefläche für ein Neubaugebiet. Mit höchster Priorität wollen wir hier den Rahmen für den Bau von Gebäuden schaffen, in denen vor allem kleine Wohnungen für ein bis drei Personen Platz finden. Diese Wohnungen werden von allen am meisten gesucht.
Bildung
Wiedereinführung von VHS-Kursen an den Standorten Brüggen und Bracht. Angebot an die Volkshochschule des Kreises Viersen, Räumlichkeiten in unseren Schulgebäuden zu nutzen. Vielleicht zunächst mit Schwerpunkt von Dingen, an denen vor Ort absehbar ein Bedarf besteht: Sprachkurse Niederländisch, Digitalisierung für Senioren, Baum- und Obstbaumschnitt u.ä.
Daseinsvorsorge
Starkregenvorsorge
Die bittere Pille: In Brüggen sind die meisten Kanäle völlig überaltert und mit Bezug auf Starkregenereignisse hoffnungslos unterdimensioniert. Neubaugebiete wurden an sechszig Jahre alte, viel zu kleine Rohre angeschlossen. Die Folge: Überflutungen und Keller unter Wasser. Es besteht ein gewaltiger Sanierungsstau. Sofortige Information an die Bürgerschaft, wie die Aufgabe bewältigt und vor allem finanziert werden soll.
Förderung Kanalentlastung
Ein gemeindliches Förderprogramm ist unüblich. Dennoch würde eine Versickerung auf privaten Flächen die überlasteten Kanäle entlasten und die Kosten für deren Sanierung vermindern. Deshalb soll geprüft werden, wie der Rückbau von Versiegelungen oder der Bau von Rigolen zur Versickerung unterstützt werden kann. Möglicherweise durch einen zeitweiligen oder anteiligen Verzicht auf Niederschlagswassergebühren.
Rettungspunktschilder
Brüggen flächendeckend (wo notwendig) mit Rettungspunktschildern und Ortsangaben ausstatten, z.B. in der Happelter Heide, in den Schwalmauen, außerhalb des Depots im Brachter Wald (innerhalb ist bereits vorhanden) usw.
Busanbindungen Oebel und Heidhausen
Der Westen Brüggens ist hinter der Bushaltestelle ‚Am Bruch‘ (Linie 072) gänzlich vom Busverkehr abgetrennt. Gleiches gilt für einen der größten Betriebe und Gewerbesteuerzahler im Gemeindegebiet, der ebenfalls von einer Anbindung Haltestelle ‚Kapelle Oebel‘ profitieren würde. Ähnlich die Situation in Heidhausen, von wo man mindestens 850 Meter laufen muss, um zur Endhaltestelle der Buslinie 064 im Christenfeld zu gelangen.
Digitalisierung
Brüggen-App
Entwicklung und Betrieb einer Smartphone-App über die sämtlichen digitalen Dienste in der Gemeinde gebündelt werden. Vom Lieferdienst beim Lebensmittelhandel über einen Nachrichten- und Veranstaltungsticker bis zur Passverlängerung im Rathaus. Da solche Anwendungen heute mit KI-Assitenten erstellt werden können, halten wir es als generationenübergreifendes Projekt für möglich.
Finanzen
Bürgerbeteiligungsgesellschaft
Über eine Bürgergenossenchaft oder eine Projektgesellschaft (GmbH) erhalten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, der Gemeinde verzinste Nachrangdarlehen zu gewähren. Diese werden zur Finanzierung öffentlicher Projekte eingesetzt (Bürgerwindrad, Wohnungsbau, Ladeinfrastruktur). So zahlt die Gemeinde Zinsen für Darlehen an die eigenen Bürger statt an eine Bank.
Gemeindestiftung
Eine Stiftung, die von Bürgern zum Beispiel beim Erbe berücksichtigt werden kann. Stiftung finanziert Dinge, die nicht aus öffentlichen Mitteln bezahlt werden dürfen. Beispiele: Notfallhilfefonds, Stipendium Ortsgeschichte, kostenlose Schwimmkurse für Kinder.
Gemeinwesen
Onlineverzeichnis Vereine
Welche Sportarten gibt es in der Gemeinde? Wo finden neu Zugezogene Anschluss. Wo kann mein Kind schwimmen lernen? Für das Leben miteinander soll eine gemeinsame Onlineoberfläche geschaffen werden, über die Angebote gefunden werden können und die von Vereinen selbst gepflegt werden kann. Siehe auch ‚Digitalisierung/Brüggen-App‘.
Generationen
Seniorenbeirat
Er vertritt die Anliegen der Seniorinnen und Senioren gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Zudem berät er ältere Bürger und Bürgerinnen, gibt Hilfestellung und vermittelt gegebenenfalls an entsprechende Institutionen weiter. Der Seniorenbeirat ist ein wichtiges Bindeglied zwischen den älteren Menschen und der Kommune, das sich für eine altersgerechte Gestaltung des Gemeinwesens einsetzt.
Haus der Generationen
Ein geeignetes Gebäude finden und nutzen, als Treffpunkt für Jung und Alt, Veranstaltungen und Beschäftigung bieten, auch als Anlaufstelle gegen Einsamkeit.
Inklusion
Straßenquerungen barrierefrei
Für gesunde Menschen kein Hindernis, kann ein nicht abgesenkter Bürgersteig für Rollstuhlfahrer eine Zugangssperre sein. Rund zwei Drittel aller Straßenquerungen in Wohngebieten und in den Ortskernen sind nicht barreierfrei. Unser Ziel ‚Alle Straßenquerungen barrierefrei bis 2030‘. Nach und nach sollen alle Straßenecken an Kreuzungen und Einmündungen abgesenkt werden. Bis dahin sollen farbige Markierungen vor Stellen warnen, die schlecht zu überwinden sind.
Tourismus: Spazier- und Wanderwege behindertengerecht
Brüggen profitiert ganz erheblich vom Tourismus, speziell vom Naherholungstourismus. Viele unserer Spazier- und Wanderwege sind für geh- oder sehbehinderte Menschen nicht zu bewältigen, andere, besser geeignete Wege nicht ausgeschildert. Hier besteht erheblicher Optimierungsbedarf.
Kultur
Professionelles Eventmanagement
Einrichtung eines mindestens kostendeckenden Eventmanagements für die Burggemeindehalle und die Burg, ggf. auch andere Veranstaltungsorte. Durch kostendeckenden Betrieb Abbau des jährlichen Zuschussbedarfs (aktuell mind. 1/2 Million Euro!).
Ortsgeschichte sichtbar machen
In der Gemeinde bestehen viele spannende Orte, die sich auch touritisch sichtbar machen lassen. Ein vollständiges Konzept ‚Wissenswertes in der Burggemeinde‘ wurde von der Wir vorbereitet. Kernidee: Durch QR-Codes sollen zunächst an Straßennamensschildern Hintergründe erfahrbar gemacht werden (Op de Schonz, Hustenfeld, Bruchstraße usw.). Die Idee kann später auch auf andere interessante Stellen ausgeweitet werden (Filmorte Vorstadtkrokodile, Standort des Brüggener Galgens usw.).
Umwelt
Leitfaden Naturschutz
Wann darf ich die Hecke schneiden? Was mache ich mit einem Hummelnest in meinem Gartenschuppen? Muss der Baum wirklich gefällt werden? Ist es erlaubt Nutrias zu füttern? Hundert Fragen, die einmal sinnvoll beantwortet in einem Heft oder online beantwortet und allen zur Verfügung gestellt werden sollen.
Bürger-/Jubiläumswäldchen
Auf dem Gelände nördlich bzw. oberhalb der Borner Mühle soll ein Wäldchen aus Bäumen entstehen, die von Bürgern zu besonderen Anlässen gepflanzt werden – Hochzeit, Geburt, Jubiläum usw.
Verkehr
Feldwege autofrei
Wir wollen Abkürzungen über Feld- und Wirtschaftswege verhindern. Diese Wege sollen ausschließlich der Landwirtschaft sowie Fußgängern, Radfahrern, Reitern und Kutschen vorbehalten sein. So schützen wir die Landwirte bei ihrer Arbeit und Erholungssuchende auf ihren Wegen.
Geh- und Radweg von Hülst nach Heidhausen
Unter anderem für die Schulwegverbindung Heidhausen bis zur nächstgelegenen Bushaltestelle ‚Heidhausener Weg‘ besteht kein sicherer Randstreifen entlang der Straße ‚Bass‘. In der Vergangenheit gab es Begegnungsverkehr von LKW, seit Sperrung von Heidhausen nicht mehr. Dadurch besteht Platz für den Anlage eines einseitigen Geh-/Radweges.
Querungshilfen innerorts
Querungshilfen vor Seniorenresidenzen und Kindergärten, z.B. eine sichere Querungshilfe vor den Altenheim an der Brüggener Str. damit Senioren sicher zur Bushaltestelle kommen oder wieder zurück ins Altenheim.
Sichere Überwege B221
Sichere Querungen der Straßen in Richtung Naturschutzgebiet Brachter Wald. Besonders an stark frequentierten Stellen wie z.B. der Brüggener Straße 85, Am Aeschenbaum 17 und Hülst 50 sollen für schwächere Verkehrsteilnehmer gefahrlos über die Straße gelangen. Das ist auch wegen der Erholung und des Tourismus dringend geboten!
Grünflächen als Sickerflächen
Insbesondere neue Grünflächen unter Straßenniveau als Sickerflächen für Regenwasser anlegen. Generelle Aufnahme der Herangehensweise in Checkliste zur Straßenplanung. Öffentliche Parkplätze mit Rasengittersteinen auslegen.
Verwaltung
Kompetenzzentren Westkreisgemeinden
Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit der Westkreisgemeinden Brüggen, Schwalmtal, Niederkrüchten. Ansiedlung von immer mehr Fachabteilungen als Kompetenzzentren in einer der Gemeinden mit Ansprechpartnern in den jeweils anderen. Dadurch Abbau der aktuell dreifach vorhandenen Ämter.
Wirtschaft
Nutzung der Burg als Kongresszentrum
Im heutigen Museum soll ein großer Saal für Vorträge und Kongresse entstehen, auch für monatliche Ratssitzungen. Kleinere Räume im Obergeschoss als Seminar- und Sitzungsräume. Hochzeiten im Kultursaal, Anrichtküche im Kellergeschoss.Der Betrieb der Burg muss unbedingt kostendeckend sein! (siehe auch Kultur > Professionelles Eventmanagement).
Standortmarketing
Die Gemeinde hat viele unterschiedliche Dinge zu bieten: Gewerbeflächen, eine historische Innenstadt, beeindruckende Natur ringsum. Um solche Dinge zu vermarkten sollte eine einheitliche Marketingstrategie vorliegen und angewendet werden. Heute liegen die verschiedenen Themenbereiche auf unterschiedlichen Schreibtischen, ohne miteinander verbunden zu sein.
