Wer in den letzten Tagen Textilien zum Altkleidercontainer bringen wollte, hat sich womöglich gewundert. Mittlerweile haben Privatunternehmen und karitative Organisationen alle Sammelcontainer im Gemeindegebiet abgebaut. Grund ist ein gewaltiger Preisverfall auf dem Markt für recyclingfähige Textilien. Übrig geblieben sind lediglich fünf Container mit denen der Abfallbetrieb des Kreises Viersen (ABV) im Auftrag der Gemeinde Altkleider sammelt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Bekleidung, Stoffe und Schuhe zum Wertstoffhof zu bringen.
Ursache für die Situation ist die seit Jahresbeginn geltende Vorschrift, dass alte Bekleidung recycelt werden muss und nicht mehr über die Restmülltonne entsorgt werden darf. Dies führte überall in Europa zu einem enorm gestiegenen Angebot. Die Nachfrage blieb gleich. Dadurch fielen die Preise teilweise auf zehn Prozent des bisherigen Niveaus. Für das Rote Kreuz oder den Volksverein Mönchengladbach, der im Gemeindegebiet im Namen der KAB sammelte, reicht das nicht mal mehr, um die Transportkosten zu decken.
Aber wohin nun mit gebrauchten Textilien? Die wenigen Container des ABV sind immer wieder überfüllt. Schonen einen Tag nach der Leerung passt kein Kleidersack mehr in die Luke. Zum Glück verfügt Brüggen über den Wertstoffhof an der Stiegstraße. Doch lange nicht alle Bürgerinnen und Bürger haben die Chance, mit einem oder gar mehreren Sammelsäcken nach Bracht zu fahren.
Deshalb fragt die WIR-Fraktion zur nächsten Ratssitzung (20.10.2025) an, wie die Gemeinde mit der Situation umgeht, wie sich Bürgerinnen und Bürger verhalten sollen und ob und wie sich der beauftragte Abfallbetrieb des Kreises Viersen zur Sache geäußert hat.
Die Anfrage im Original als PDF zum Download.
