Verkehr im Angenthoer – des einen Freud, des anderen Leid

Narzissenweg Brüggen

Heute, am 8. Februar 2022 hätte der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss des Brüggener Gemeinderats tagen sollen. Aufgrund der hohen Corona-Inzidenzwerte wurde die Sitzung abgesagt. Auf der Tagesordnung hätte unter anderem ein Antrag der Wählergemeinschaft UBW gestanden, die aus dem Irisweg im Wohngebiet Angenthoer eine Verkehrsberuhigte Zone („Spielstraße“) machen möchte.

Die Wählergemeinschaft Wir für Brüggen befürwortet den Antrag, zumal er von den Anliegern des Iriswegs ausdrücklich gewünscht wurde. Da die Verkehrsberuhigung auf dem Irisweg dazu dient, die PKW aus dem westlichen Teil des Wohngebietes die Durchfahrt zu verleiden, lässt sich mit der Widmung als Spielstraße der Verkehr jedoch lediglich auf andere Fahrstrecken verlagern.

Parallel zum Irisweg verläuft der Narzissenweg, dessen Anlieger schon seit Jahren über den immer weiter zunehmenden Verkehr auf ihrer schmalen Straße klagen. Der Narzissenweg besitzt keine Einbauten zur Verkehrsberuhigung, während die anderen Zufahrten (Tulpenweg, Am Hollenberg, Irisweg) mit Fahrbahnschwellen versehen sind. Zudem ist die Straße die kürzeste Verbindung zum Einfahrt Hollenberg in das mittlerweile 1.000 Kopf starke Wohngebiet – für motorisierte Fahrzeuge ebenso, wie für Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zu den vier Bushaltestellen Am Hollenberg.

Aus den genannten Gründen hat Wir für Brüggen vor einer weiteren Beratung des UBW-Antrag eine schriftliche Stellungnahme dazu abgegeben und mit Nachdruck gefordert, dass der Irisweg nicht verkehrsberuhigt wird, wenn nicht zuvor eine professionelle Planung aller Verkehrsflüsse im Wohngebiet vorgenommen wird. Dieser Umstand wurde im UBW-Antrag leider nicht berücksichtigt.

Abrufbar: Original-PDF mit der schriftlicher Stellungnahme der Wir.

2 Kommentare

  • Markus Rötter

    Von der Webseite der UBW vom 24.03.2022:

    Der Hauptausschuss des Rates der Gemeinde Brüggen hat die Verwaltung beauftragt beim zuständigen Kreis Viersen die Errichtung einer verkehrsberuhigten Zone („Spielstraße“) auf den Straßen Irisweg, Am Hollenberg, Geranienweg, Lilienweg und auf Teilen des Tulpenweges zu erwirken. Der Ausschuss nahm den entsprechenden Antrag der UBW-Fraktion – bis auf eine Stimmenenthaltung aus der SPD-Fraktion – einstimmig an.

    Wie passt das zu den o. a. Artikel? Jetzt geht es nicht mehr nur um den Irisweg, sondern um ein stark erweitertes Gebiet ohne die Zustimmung der Anlieger. Der Narzissenweg scheint auch bewusst aus der Regelung rausgehalten worden sein.

  • René H.R. Bongartz

    Dass die UBW nun behauptet, das gesamte Verkehrskonzept für’s Angenthoer sei auf ihrem sprichwörtlichen ‚Mist‘ gewachsen, ist schon frech. Richtig ist, dass der UBW Ratsherr Haut beantragte, den Irisweg zu einer Spielstraße zu machen. Dieser Antrag wurde im Vorfeld sowohl von der Gemeindeverwaltung wie auch vom zuständigen Kreis Viersen abgelehnt. Wir für Brüggen hatte zu dem Antrag der UBW eine schriftliche Stellungnahme abgegeben. Darin heißt es sinngemäß, dass eine Insellösung für den Irisweg keinen Sinn macht, weil sich der Verkehr dann nur auf die anderen Zufahrten für den westlichen Teil des Wohngebietes verlagert. So gibt es bereits seit nunmehr zehn Jahren Klagen der Anwohnerschaft des Narzissenweges, über das hohe Verkehrsaufkommen und die unangemessene Geschwindigkeit, die dort gefahren wird. Deshalb schrieb Wir in ihrer Stellungnahme wörtlich „Unseres Erachtens ist es dringend notwendig, eine gewünschte Verkehrsführung für den gesamten Wohnbereich Angenthoer festzusetzen, ohne zuvor eine weniger durchdachte Festsetzung nur für den Irisweg vorzunehmen.“ Daran orientierte sich der Hauptausschuss in seiner Sitzung am 22. März. Alle Ratsfraktionen unterstützen die Initiative, gemeinsam mit dem Kreis Viersen ein Verkehrskonzept für den gesamten Wohnbereich Angenthoer zu erstellen. Leider ist die Niederschrift zur Sitzung noch nicht veröffentlicht, denn da wird der Vorgang nachzulesen sein.
    Mit bestem Gruß
    René Bongartz

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