Stellungnahme zum Alt-Brüggener Ortskern

Hotel am Westring und Burggemeindehalle

Mit einer Stellungnahme zum Erscheinungsbild des Alt-Brüggener Ortskerns hat sich die Wählergemeinschaft Wir für Brüggen an alle Mitglieder des Gemeinderats gewandt. Die Wir-Ratsfraktion bittet die Kollegen darum, beim nächsten Weg durch den Innenort darauf zu achten, wie viel ‚historisches Brüggen‘ überhaupt noch vorhanden ist. Auf diesen Eindrücken aufbauend und als Fortsetzung des integrierten Handlungskonzeptes wünscht sich sich Wählergemeinschaft, dass Maßnahmen zum Erhalt oder Wiederherstellung eines Außenbildes ergriffen werden, damit Brüggen seinem Anspruch als historischer Ort gerecht werde.

„Ob Gebäude, Pflasterung oder Straßenmöblierung“, heißt es in der Stellungnahme,“es scheint, als habe zu oft die Einstellung geherrscht, dass ‚dieses eine Element den Gesamteindruck nicht stören‘ werde.“ Die offenkundige Menge eingeräumter Konzessionen habe mittlerweile zu einem Unverhältnis geführt. Ob Form, Material- oder Farbwahl, selbst wenn die einzelnen Elemente zu ihrer Zeit einmal als hübsch wahrgenommen worden seien, das Durcheinander von Betonsteinpflaster, Kugelleuchten der 1970er Jahre, Pollern und Pflanzkübeln stehe im krassen Widerspruch zum Ort rund um eine mittelalterliche Burg.

Als Beispiele für Bauten, die nicht einem historischen Ortsbild entsprechen, werden der rot angestrichene Hotelneubau am Westring, die Burggemeindehalle oder das ebenfalls rot leuchtende Gesundheitszentrum genannt, aber auch ältere ‚Bausünden‘ wie der Rathausanbau oder die „Waschbetonarchitektur des Pfarrheims am Nikolausplatz“.

Auch will die Wir ihre Ratskollegen dafür sensibilisieren, dass die Ortseingänge schon lange nicht mehr die prächtigen Alleen seien, als die sie unterbewusst vielleicht noch wahrgenommen würden. Zum neuen Erscheinungsbild der Borner Straße heißt es, diese könne sich in jedem x-beliebigen anderen Ort befinden und habe nichts mehr mit einem historischen Ort zu tun.

Mit der Stellungnahme gegenüber den fünf anderen Ratsfraktionen ist kein Antrag an den Gemeinderat verbunden. Bürgermeister und Gemeindeverwaltung wurden lediglich in Kenntnis gesetzt.

2 Kommentare

  • Hilda Loskant

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    meiner Meinung nach ist der Bau eines Kreisverkehrs von der Borner Straße aus gesehen an der B221 Richtung Born und rechts Richtung Niederkrüchten nicht notwendig. Besonders sollte man sich überlegen, wieso der Brüggener Steuerzahler und nicht das Land NRW solch eine Maßnahme stemmen soll !
    Ich hätte einen anderen Vorschlag: eine breite rechte Abbiegerspur (dort ist sowieso nur Dornengestrüpp und kein Bauland), die duch eine separate Ampelschaltung meist grüne Welle hat, würde den Autoverkehr sicherlich um die Hälfte verringern. Aus langjähriger Erfahrung weiß ich, dass die Hälfte der an der Ampel wartenden Autofahrer rechts in Richtung Niederkrüchten, Erkelenz oder zur A52 Richtung Roermond oder Düsseldorf fahren.
    Es gäbe keinen Rückstau mehr Borner Straße und die Radfahrer und Fußgänger, die Richtung Born eilen, würden weiterhin wegen der Ampelschaltung , besonders auch im Winter, sicher sein.

    • Sehr geehrte Frau Loskant,
      ihr Vorschlag ist eine interessante Variante. Die Gemeinde hat schon vor einigen Jahren mit viel Aufwand eine Simulation vermuteter Verkehrsströme anfertigen lassen, allerdings war Ihr Vorschlag nicht dabei. Da müssen wir nochmal genauer hinsehen. Herzlichen Dank für die Anregung!
      Möglicherweise, und das gilt es dann zu prüfen, käme uns aber eine einfache Abbiegespur teurer als der komplette Kreisverkehr. Im Moment übernimmt die Gemeinde ihren eigenen finanziellen Anteil (146,400 EUR) sowie den des Landes (105.600 EUR), dass sich weigert, sich finanziell am baldigen Bau eines Kreisverkehrs zu beteiligen. Zusammen liegt dieser Kosteanteil also bei etwa 252.000 EUR. Die andere Hälfte wird vom Bund beigesteuert. Ob Kostenbeteiligungen in gleichem Umfang auch bei einer Abbiegespur zustande kämen, ist zu prüfen. Schlecht wäre, wenn wir am Ende eine zweitbeste Lösung aber höhere Kosten hätten.
      Mit bestem Gruß
      René Bongartz
      Fraktionsvorsitzender
      Wir für Brüggen

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